context life casting
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Körperabformungen

Die Abgussmasse Alginat

Algin ist ein natürliches, pflanzliches Produkt, das von Braunalgen in den Zellwänden gebildet wird. Die meisten Leute kennen diese mit Wasser angerührte Paste vom Besuch beim Zahnarzt, der damit Abdrücke der Zähne und des Kiefers macht. Alginat bildet ‚porentiefe’ Abdrücke von wasserunlöslichen Gegenständen und von Körperteilen. Beim Abgießen bildet sich ein minimaler Wasserfilm zwischen Haut und Alginat, was einfaches Abnehmen der Form ermöglicht - auch feine Körperhärchen verkleben nicht. Eng anliegende Kleidungsstücke können mit Hilfe eines Trennmittels abgebildet werden.

Der Vorgang des Abgießens

Zu erst die Überlegung: welcher Körperteil soll abgegossen werden. Gibt es eine Geste oder eine Komposition, die charakteristisch ist oder kommuniziert werden soll? Gibt es einen Gegenstand, zu dem es einen persönlichen Bezug gibt (ein Instrument, eine Münze, einen Lippenstift, eine Praline etc), der mit abgegossen werden soll, oder sogar im Original (Geburtstagskerze von Kindern) mit eingegossen werden soll. Das Abformen erfolgt entweder in einem passend großen Container, oder das Alginat wird aufgetragen und mit einer Gipsschicht verstärkt. Nach ca 5 -10 Minuten ohne Gips und 20-30 Minuten mit Gipsschale kann bereits ausgeformt werden. Die Gussformen werden eventuell noch etwas bearbeitet und dann mit einer von verschiedenen Gussmassen ausgegossen. Die Oberfläche kann weiß gelassen und nur imprägniert werden oder mit Farben oder Metallenglasuren behandelt werden.

vorgehensweise vorgehensweise vorgehensweise

Geschichtliches über Abgüsse vom menschlichen Körper

Abgüsse von Menschenkörpern wurden schon in der Antike gemacht. Damals wurden Totenmasken angefertigt, um die Verschiedenen besser in der Erinnerung zu behalten. Meist dienten die Masken auch zur Herstellung von Bildnissen oder Büsten. Bekannte Persönlichkeiten, von denen eine Maske angefertigt wurde sind z.B. Friedrich der Große, Ludwig van Beethoven, Max Liebermann, Albert Stifter ..... Manchmal wurde, vor allem in der Renaissance, das oft abschreckend wirkende, eingefallene Gesicht überarbeitet. Aber nicht nur Verstorbene wurden konserviert zur Erinnerung, auch das neue Leben im Babyalter oder Kindheit wurden in 3 D gerne festgehalten und so hat Königin Elizabeth die Babyhände aller ihrer Kinder abgießen lassen. Schon im 15. Jahrhundert benutzten Künstler wie Francesco Laurana Abgüsse vom lebenden Model, um Skulpturen anzufertigen. Auch bekanntere Künstler wie Michelangelo und Rodin haben anscheinend Lebensabgüsse entweder als Modelle benutzt oder als Bronzestatuen gegossen. Sowohl in der Filmindustrie zur Anfertigung von Masken für Schauspieler (z.B. in Phantasiefilmen) als auch im weltbekannten Wachsfigurenkabinett Madame Tussaud’s in London wird diese Art von Abformung des Gesichts und des Körpers benutzt.

Beispiele für Hände

Beispiele für Körperabformungen

 

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